Die CeBIT im Wandel der Zeit
Anfänge einer Erfolgsstory
Die CeBIT öffnete am 12. März 1986 zum ersten Mal ihre Pforten. Mit diesem Datum wird die offizielle Messegründung verknüpft. Doch das ist nicht ganz korrekt, denn schon früher wurde das Gelände für technische Ausstellungen genutzt. Viele Menschen meinen, der Erfolg würde schon beim Namen beginnen. Welcher Namen kann passender sein, als das kleinste Element eines Computers? Doch das BIT ist wirklich ein glücklicher Zufall, denn der Name war Abstimmungssache. Damals standen CeBIT und CeBOT zur Debatte, aus dem heutigen Blickwinkel wurde die richtige Entscheidung getroffen. Zuvor trug die CeBIT den einfachen Namen HANNOVER MESSE, da sie ein Bestandteil von ihr war. Erst im Jahr 1985 wurde über eine Teilung spekuliert, die im nächsten Jahr auch realisiert wurde. Seit 1986 fungiert die CeBIT als eigene Messe. Der Siegeszug dieser Messe für Technik startete in den 70er Jahren. Seit dieser Zeit wurde die Messe regelrecht gestürmt. Erfolg spricht sich herum und so verzeichnete die CeBIT im Jahr 1985 bereits fast 300.000 Besucher. Etwa 1.500 Unternehmen präsentierten ihre neuesten Kreationen und wollten Kunden damit beeindrucken. Auf der Warteliste befanden sich noch weitere 500 Kandidaten. Aus diesem Grund musste die Messe stets erweitert werden, der Andrang nahm ununterbrochen zu. Es gab immer mehr interessierte Unternehmen, die ausstellen wollten. Auch die Besucherzahlen stiegen geradezu dramatisch an. Über diesen Fakt wird sich wohl niemand beschwert haben.
Allein, allein
Am 12.März 1986 war es dann endlich soweit: Die CeBIT war eine eigenständige Messe. Doch sollte die Marke zu einem Erfolgsmodell werden oder ohne die HANNOVER MESSE floppen? Der CeBIT wurden etwa 200.000 qm Gelände zur Verfügung gestellt, eine gigantische Fläche! Darauf fanden über 2.000 Aussteller Platz, die sich aus allen technischen Bereichen rekrutierten. Telekommunikation, Computerbusiness und weitere Industriezweige der damaligen Zeit waren vertreten. Der Computer befand sich in seinen Babyschuhen und sein Siegeszug sollte erst einige Jahre später beginnen. In etwa 20 Jahren sollte jeder Mensch einen eigenen Rechner haben - zu dieser Zeit noch völlig unvorstellbar. Die erste selbstständige CeBIT kam gut bei den Besuchern an: Über 300.000 Personen waren Gast dieser ersten Veranstaltung. Durch das bestehende Interesse der Kunden, war auch die Zukunft der Messe gesichert. Da genug Besucher kamen, wurde nicht zu einer Rückkehr zur HANNOVER MESSE spekuliert. In den nächsten Jahren verzeichnete die Branche einen starken Wachstumsschub. Während bei der ersten CeBIT knapp 200 Anbieter für Teledienste anwesend waren, verdoppelte sich diese Anzahl innerhalb von wenigen Jahren. Dienstleistungen waren im Kommen und sollten es auch bis zur Blase des Neuen Marktes bleiben. Kleine Info für Menschen, die Aktienkurse nicht verfolgen: Der Neue Markt platzte im Jahr 2000, zahlreiche Computerunternehmen gingen dabei pleite.
Wie endete die Geschichte?
Zum Glück hat die Geschichte der CeBIT kein Ende. Es gibt sie noch heute. Das hat seine Gründe. Doch kehren wir zurück ins Jahr 1986. In den nächsten Jahren erhöhte sich die Zahl der Privatbesucher. Im Verhältnis dazu sanken die Kunden aus Industrie und Gewerbe. Doch die Aussteller wollen natürlich Umsatz machen und dies geht nur mit anderen Unternehmen. Privatkunden tragen zur Stimmung bei, aber nicht zu vollen Geldbörsen. Sie liefern keine Aufträge. Deshalb musste die Messe für Businesskunden attraktiver gestaltet werden. Aus diesem Grund wurden die Eintrittspreise für die Messe spürbar erhöht. Dies geschah im Jahr 1996. Zeitgleich wurde die Dauer verkürzt. So konnten die Kosten für Aussteller gesenkt werden. Eine weitere Maßnahme war eine zusätzliche CeBIT. Alle zwei Jahre werden spezielle Messen für Multimedia und PC geboten. Diese drastischen Maßnahmen erzielten ihre gewünschte Wirkung. Heute liegt die Zahl der Privatbesucher bei etwa 10%. Die Aussteller sind unter sich und können zielgerichtet Aufträge verteilen. International betrachtet ist die CeBIT unangefochten die Nummer 1.